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Wirtschaft in Mainfranken - Ausgabe März 2015

v.l.n.r.: Julian Olschok, Andreas Ostfeld, Volker Pabst, Manfred Pabst

IHK würdigt Ausbildungsarbeit von Pabst

WIRTSCHAFT IN MAINFRANKEN 03/2015

Schweinfurt. “Wenn wir nicht von einer Branchenkrise geschüttelt wurden, haben wir in der Vergangenheit alle Azubis übernehmen können!“ Manfred Pabst ist stolz auf seine Lehrlinge, die in den letzten Jahren stets mit Leistung überzeugten. Auch Jahrgangsbeste - Kammersieger - brachte das familiengeführte, mittelständische Unternehmen schon hervor. Und dass die Mitarbeiter der Firma die Treue halten, zeigt die große Zahl an Betriebsjubiläen in den letzten Jahren.

Die Ausbildung bei Pabst wurde mehrfach von allerhöchster Stelle gelobt. Michael Glos, damals Wirtschaftsminister in Berlin, würdigte dies ebenso wie Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser. Politiker wie der ehemalige Generalsekretär der CSU Laurenz Meyer und zuletzt Gerhard Eck, Staatssekretär im bayerischen Innenministerium besuchte deshalb schon den Betrieb in der Silbersteinstraße.

Die meisten Azubis erlernen den Beruf des Zerspannungsmechanikers, bei Pabst gibt es aber auch Lehrstellen für Industriemechaniker und Industriekaufleute.

Gegründet wurde die Firma Pabst von Roland Pabst, dem Vater der beiden jetzigen Geschäftsführer Manfred und Volker, im Jahr 1979 in Schwebheim. Die Pabst  Komponentenfertigung GmbH als Rechtsnachfolger der 1990 aus der Taufe gehobenen Pabst GmbH, feiert in diesen Tagen ihr 25-jähriges Jubiläum in den Firmenräumen im Schweinfurter Hafen.

Die Pabst Komponentenfertigung GmbH ist stark verbunden mit der Schweinfurter Großindustrie. „Strategische Partnerschaft“ nennt Manfred Pabst dieses gegenseitig gewachsene Vertrauen von Großbetrieb(en) und Zulieferer. In gemeinsamen Zirkeln, Gesprächsrunden für die Qualitätssicherung und für Innovationen beispielsweise, verschmelzen das Wissen der strategischen Partner immer mehr. Natürlich erledigt die Komponentenfertigung auch Aufträge für andere Kunden gerne. Das geht auf dem ganz normalen kaufmännischen Wege mit Kostenvoranschlag und einzelfallbezogenen Abstimmungen. Bei den „strategischen Partnern“, wie Manfred Pabst seine Stammkunden und Stammlieferanten nennt, laufe vieles über die gegenseitige Abstimmung von Kapazität. Ein qualitativ hohes Niveau, eine ausgeprägte Flexibilität und logistische Zuverlässigkeit sind Kernpunkte, die sich auf dem Know-How der Mitarbeiter gründen, betont der geschäftsführende Gesellschafter im lockeren Gespräch.

120 Mitarbeiter

Rund 120 Personen beschäftigt Pabst im Jubiläumsjahr, 75 davon in der Komponentenfertigung und darunter – wie jedes Jahr, beinahe 20 Prozent Auszubildende. Auf drei Säulen baut die Pabst GmbH: Auf die Komponentenfertigung für den klassischen Maschinenbau, auf die Aerospace-Sektor und mit der Schwesterfirma Pabst Automotive GmbH auf die Produktion für die Automobilindustrie.

Bei Pabst in Schweinfurt entstehen Bauteile für Triebwerke, die ihre Verwendung in Flugzeugen von Boeing und Co. finden wie auch Radlagerkomponenten für die gängigsten deutschen Automobilmarken und natürlich Zulieferteile für den Maschinenbau für Kunden und Abnehmer nicht nur aus Schweinfurt.

Qualität statt Quantität – Branche im Wandel

Die Firma und die Fertigung befindet sich im ständigen Wandel. Von der Produktion großer Serien geht der Trend hin zu kleinen Einheiten in schnell wechselnden Intervallen. „Just in Time“ gilt auch zunehmend für die Komponentenfertigung. Durch das große Know-How seiner Mitarbeiter („Die sind halbe Programmmierer“, Manfred Pabst) kann Pabst schnell und flexibel auf die Wünsche der Kunden reagieren und so seine Stellung am Markt behaupten.